Verlauf Stadtmeisterschaft 2019/2020, Stand: 20.11.2019


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Zeitungsbericht 1. Runde

Am Freitag, 27. September, gibt die TG Biberach um 19.00 Uhr die Uhren zur offenen Biberacher Stadtmeisterschaft frei und die Frage lautet wieder einmal, wer Titelverteidiger Holger Namyslo ein Bein stellen kann. In dem mit traditionell knapp 30 Teilnehmern sowohl quantitativ als auch qualitativ gut besetzten Turnier stellen sich aber noch mehr spannende Fragen: Kann Jonathan Engert nach zwei knapp gescheiterten Versuchen nun die Amateurmeisterschaft erringen und wird Youngster Erik Hobson als Ratingpreissieger den nächsten Schritt machen? Wer wird zur Turnierüberraschung? Jeder Schachinteressierte, der seinen Hut in den Ring werfen und neun spannende Runden spielen möchte, kann sich entweder online bei der Turnierleitung anmelden oder einfach am Freitag bis 18.45 Uhr zur Anmeldung im TG Vereinsheim Restaurant in der Adenauerallee erscheinen. In der vorigen Saison hatte Alexander Polch dem Seriensieger Holger Namyslo lange Paroli geboten und war zur Turniermitte gar alleine in Front gelegen. Am Ende setzte sich Namyslo dann doch deutlich durch. Die weiteren Podestplätze machten wieder einmal Rainer Birkenmaier und Polch unter sich aus. Es stellt sich nun die Frage, ob heuer jemand in diese Phalanx einbrechen kann. Es ist auch nicht garantiert, daß Namyslo seinen Triumph einfach wiederholen kann. Sollten Polch und Birkenmaier ihre guten Leistungen konstant über das gesamte Turnier hinweg erbringen können, dürfte es ein Herzschlagfinale geben. In der Wertung für den besten Spieler der unteren Hälfte der Setzliste, d.h. der "Amateurwertung", wird Jonathan Engert unterdessen einen neuen Anlauf nehmen. Seit seinem Sieg im Ratingpreis vor drei Jahren weist seine Spielstärke eine kontinuierliche Verbesserung auf und er verpaßte zweimal den Titel des Amateurmeisters nur hauchzart in der jeweils letzten Runde. Die Konkurrenz wird aber auch dieses Jahr wieder stark sein. Mit Spannung erwartet die Schachabteilung die Entwicklung von Youngster Erik Hobson. Im Vorjahr sicherte er sich hauchdünn den Ratingpreis (unter 1250 DWZ) vor Benedikt Pfeifer. Kann er Engert nachfolgen und jetzt direkt die Amateurmeisterschaft angreifen? Hobson dürfte jedoch selbst beim Ratingpreis auf heftige Gegenwehr treffen, wollen ihm doch -- angeführt von Dennis Kiefel -- mehrere weitere Jugendspieler Paroli bieten. Der Turnierverlauf dürfte also auf mehreren Ebenen und in allen Alters- und Leistungsklassen interessant werden. Die offene Stadtmeisterschaft 2019/20 beginnt am Freitag, 27. September, um 19.00 Uhr im TG Vereinsheim Restaurant. Wie immer wird sie für jeden Teilnehmer über neun Runden mit interessanten Duellen gehen und endet dieses Mal am 24. April 2020. Die Siegerehrung ist für den 8. Mai 2020 terminiert. Die Begegnungen werden im Drei- bis Vierwochentakt ausgetragen. In den letzten Jahren hat sich regelmäßig gezeigt, daß auch vermeintliche ?Underdogs? ganz vorne mitspielen -- und auch mehr als nur Sonderwertungen abräumen -- können. Mit einer stabilen, ansehnlichen Zahl von knapp 30 Teilnehmern sowie einem breiten Spektrum hinsichtlich Leistungsstärke (vom Turnierneuling bis zum Fidemeister) und Alter der Spieler bietet das Turnier traditionell sowohl etablierten Vereinshaudegen, Gelegenheitsspielern als auch Schachanfängern und Spielern, die nach längerer Pause wieder zum Schach zurückkehren wollen, ein ideales Forum.



Zeitungsbericht 2. Runde

Die Biberacher Stadtmeisterschaft weist heuer zwar eine deutlich geringere Teilnehmerzahl auf, dafür finden sich unter den Spielern ein paar neue alte Bekannte und zahlreiche Nachwuchsspieler. So nimmt der Ex-Biber Markus Mock den weiten Weg von Landshut auf sich, um die schon traditionelle Vorherrschaft des Triumvirats aus Holger Namyslo, Rainer Birkenmaier und Alexander Polch zu durchbrechen. Außerdem setzte mit Dennis Kiefel einer der Jüngsten bereits ein Ausrufezeichen. Die zweite Runde des Turniers beginnt am Freitag, 24.10., um 19.00 Uhr im TG-Heim Restaurant in der Adenauerallee 11. Über die reine Teilnehmerzahl bei der diesjährigen Biberacher Stadtmeisterschaft ist die TG Biberach doch etwas enttäuscht. Nachdem das Turnier über die letzten Jahre hinweg immer knapp 30 Teilnehmer hatte, stellen die 22 Anmeldungen doch eine unerwartet deutliche Abweichung nach unten dar. Das Teilnehmerfeld selbst ist aber sehr illuster und qualitativ sehr gut. Neben den üblichen Verdächtigen, zu denen auch Holger Namyslo, Rainer Birkenmaier und Alexander Polch gehören, die in den Vorjahren stets das Podest unter sich ausgemacht haben, sind vier Jugendliche und Nachwuchsspieler sowie einige alte Bekannte am Start. Mit Dennis Kiefel und Belanna Haarmann sind die jüngsten Teilnehmer (knapp) 11 und 12 Jahre alt. Zudem ist natürlich auch Erik Hobson, derzeit die größte Biberacher Nachwuchshoffnung, mit dabei. Nach vielen Jahren hat außerdem Luzia Sander wieder gemeldet. Die längste Anreise hat aber Markus Mock, der vor 30 Jahren für die TG in der Verbandsliga spielte. Nach einer beruflichen Reise um die halbe Welt ist er inzwischen in Landshut gelandet und hat mit dem SC Ergolding eine neue Schachheimat gefunden. Nun möchte er die Vorherrschaft der bisherigen Platzhirsche bei der Stadtmeisterschaft brechen. In der ersten Runde sind die großen Überraschungen ausgeblieben, allerdings mußten die Topfavoriten Namyslo und Birkenmaier lange kämpfen. Namyslo sah sich gefährlichen Angriffen von Frank König (Steinhausen) ausgesetzt und mußte sich umsichtig verteidigen, ehe er doch die Kontrolle übernehmen konnte. Birkenmaier fand sich gegen Jonathan Engert in einem sehr remisverdächtigen Endspiel wieder und mußte alle seine Endspieltricks bemühen, um doch noch den Punkt davonzutragen. Die Geheimfavoriten Polch und Mock gewannen ihre Auftaktpartien gegen Herbert Waltner (Steinhausen) und Walter Scherer hingegen deutlich. Youngster Hobson spielte unterdessen gegen den ehemaligen Amateurmeister Reinhard Schätzle (Steinhausen) stark auf und sicherte sich zunächst einen gesunden Mehrbauern. Als Hobson einen weiteren Bauern gewann, kamen Schätzles Figuren jedoch besser ins Spiel und trugen doch noch den Sieg davon. Besser erging es Kiefel in einer vorgezogenen Partie der zweiten Runde gegen Michael Gnandt (Steinhausen). Nach taktischen Verwicklungen konnte das "Turnierküken" entscheidenden Vorteil erlangen und brachte diesen sicher nach Hause. Wie im Vorjahr darf man sich also auf einen Vormarsch der Jugend gefaßt machen. In Runde 2 kommt es noch zu keinen direkten Duellen der Spitzenspieler oder Nachwuchskräfte. Die Partien Mock - Haarmann und Dollinger - König müssen nachgespielt werden. Die verbleibenden Begegnungen des Abends lauten daher: Namyslo - Rybka, Dietrich - Birkenmaier, Polch - Schätzle, Sander - Körner, Ege - Scherer, Engert - Pfeifer, Hobson - Waltner und Jäger - Wohlgemuth.



Zeitungsbericht 3. Runde

Bei der Biberacher Stadtmeisterschaft sind große Überraschungen bislang ausgeblieben. Runde 3 bringt nun aber gleich zwei Spitzenspiele mit Duellen der "Großen Vier" mit sich. Danach dürfte sich das Feld sortieren. Die Runde startet am Freitag, 15.11., um 19.00 Uhr im TG-Heim Restaurant in der Adenauerallee 11. In Runde 2 der Biberacher Stadtmeisterschaft feierten mit Holger Namyslo, Alexander Polch und Markus Mock (Ergolding) drei Mitglieder der "Großen Vier" überlegene Erfolge gegen ihre Gegner. Vizemeister Rainer Birkenmaier als Vierter im Bunde sah sich gegen Seniorenmeister Hans-Peter Dietrich (Odenheim/Laupheim) hingegen lange einer ausgeglichenen Partie gegenüber, ehe er ein Springeropfer anbringen konnte. Am Ende der Abwicklung hatte Birkenmaier einen soliden Mehrbauern und gewann damit ebenfalls sicher. Bislang können Luzia Sander, nach einem Sieg in einer turbulenten Angriffspartie gegen Herbert Körner, und Jürgen Dollinger, der mit feinem Angriff gegen Frank König (Steinhausen) gewann, noch verlustpunktfrei Anschluß halten. Youngster Erik Hobson hatte unterdessen einen schweren Stand gegen Herbert Waltner (Steinhausen), verpaßte ein Opfer, das ihm vermutlich ein Remis beschert hätte, und vergab damit die Chance, im Ratingpreis Anschluß zu halten. Einen bemerkenswerten Sportsgeist bewies derweil Andreas Ege, der von einem entfesselt aufspielenden Walter Scherer zu völliger Passivität verdammt worden war. Als Scherer sich mit einem kapitalen Aussetzer um den verdienten Lohn seiner Arbeit brachte, bot Ege trotz seines nun entstandenen entscheidenden Vorteils Remis und bestand auf eine Punkteteilung. An der Tabellenspitze tummeln sich mit Birkenmaier, Polch, Namyslo, Sander, Mock und Dollinger sechs Spieler mit zwei von zwei Punkten. Dahinter führt Ege (1,5/2) das weitere Feld an. Beim Ratingpreis hat sich Dennis Kiefel (1/2) mit seinem Überraschungssieg gegen Michael Gnandt (Steinhausen) einen Punkt Vorsprung vor den anderen Anwärtern Belanna Haarmann, Wolfgang Wohlgemuth und Hobson erspielt. In der dritten Runde muß sich in den Duellen zwischen Polch und Namyslo sowie Birkenmaier und Mock zeigen, wer vorerst aus dem Titelrennen ausscheidet. In beiden Partien ist es schwierig, das Ergebnis vorherzusagen. Im Vorjahr hatte Polch den späteren Stadtmeister Namyslo bereits vor große Probleme gestellt gehabt, und der Ausgang dürfte auch dieses Jahr offen sein. Sander wird unterdessen versuchen, ihre weiße Weste gegen Ege zu verteidigen, während Dollinger sich nach einer harten Schlacht in einer vorgezogenen Partie doch friedlich von Dieter Rybka (Steinhausen) trennte. Im Nachwuchsduell zwischen Haarmann und Hobson hoffen beide Youngster im Ratingpreis aufschließen zu können. In weiteren vorgezogenen Partien dominierte unterdessen Scherer deutlich gegen Kiefel und Wohlgemuth schlug Benedikt Pfeifer. Da Birkenmaier gegen Mock und Waltner gegen Dietrich nachspielen werden, lauten die verbleibenden sechs Begegnungen des Abends im Einzelnen: Polch - Namyslo, Ege - Sander, Schätzle - Engert, Körner - Jäger, König - Gnandt und Haarmann - Hobson.