Verlauf Stadtmeisterschaft 2019/2020, Stand: 21.02.2020


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Zeitungsbericht 1. Runde

Am Freitag, 27. September, gibt die TG Biberach um 19.00 Uhr die Uhren zur offenen Biberacher Stadtmeisterschaft frei und die Frage lautet wieder einmal, wer Titelverteidiger Holger Namyslo ein Bein stellen kann. In dem mit traditionell knapp 30 Teilnehmern sowohl quantitativ als auch qualitativ gut besetzten Turnier stellen sich aber noch mehr spannende Fragen: Kann Jonathan Engert nach zwei knapp gescheiterten Versuchen nun die Amateurmeisterschaft erringen und wird Youngster Erik Hobson als Ratingpreissieger den nächsten Schritt machen? Wer wird zur Turnierüberraschung? Jeder Schachinteressierte, der seinen Hut in den Ring werfen und neun spannende Runden spielen möchte, kann sich entweder online bei der Turnierleitung anmelden oder einfach am Freitag bis 18.45 Uhr zur Anmeldung im TG Vereinsheim Restaurant in der Adenauerallee erscheinen. In der vorigen Saison hatte Alexander Polch dem Seriensieger Holger Namyslo lange Paroli geboten und war zur Turniermitte gar alleine in Front gelegen. Am Ende setzte sich Namyslo dann doch deutlich durch. Die weiteren Podestplätze machten wieder einmal Rainer Birkenmaier und Polch unter sich aus. Es stellt sich nun die Frage, ob heuer jemand in diese Phalanx einbrechen kann. Es ist auch nicht garantiert, daß Namyslo seinen Triumph einfach wiederholen kann. Sollten Polch und Birkenmaier ihre guten Leistungen konstant über das gesamte Turnier hinweg erbringen können, dürfte es ein Herzschlagfinale geben. In der Wertung für den besten Spieler der unteren Hälfte der Setzliste, d.h. der "Amateurwertung", wird Jonathan Engert unterdessen einen neuen Anlauf nehmen. Seit seinem Sieg im Ratingpreis vor drei Jahren weist seine Spielstärke eine kontinuierliche Verbesserung auf und er verpaßte zweimal den Titel des Amateurmeisters nur hauchzart in der jeweils letzten Runde. Die Konkurrenz wird aber auch dieses Jahr wieder stark sein. Mit Spannung erwartet die Schachabteilung die Entwicklung von Youngster Erik Hobson. Im Vorjahr sicherte er sich hauchdünn den Ratingpreis (unter 1250 DWZ) vor Benedikt Pfeifer. Kann er Engert nachfolgen und jetzt direkt die Amateurmeisterschaft angreifen? Hobson dürfte jedoch selbst beim Ratingpreis auf heftige Gegenwehr treffen, wollen ihm doch -- angeführt von Dennis Kiefel -- mehrere weitere Jugendspieler Paroli bieten. Der Turnierverlauf dürfte also auf mehreren Ebenen und in allen Alters- und Leistungsklassen interessant werden. Die offene Stadtmeisterschaft 2019/20 beginnt am Freitag, 27. September, um 19.00 Uhr im TG Vereinsheim Restaurant. Wie immer wird sie für jeden Teilnehmer über neun Runden mit interessanten Duellen gehen und endet dieses Mal am 24. April 2020. Die Siegerehrung ist für den 8. Mai 2020 terminiert. Die Begegnungen werden im Drei- bis Vierwochentakt ausgetragen. In den letzten Jahren hat sich regelmäßig gezeigt, daß auch vermeintliche ?Underdogs? ganz vorne mitspielen -- und auch mehr als nur Sonderwertungen abräumen -- können. Mit einer stabilen, ansehnlichen Zahl von knapp 30 Teilnehmern sowie einem breiten Spektrum hinsichtlich Leistungsstärke (vom Turnierneuling bis zum Fidemeister) und Alter der Spieler bietet das Turnier traditionell sowohl etablierten Vereinshaudegen, Gelegenheitsspielern als auch Schachanfängern und Spielern, die nach längerer Pause wieder zum Schach zurückkehren wollen, ein ideales Forum.



Zeitungsbericht 2. Runde

Die Biberacher Stadtmeisterschaft weist heuer zwar eine deutlich geringere Teilnehmerzahl auf, dafür finden sich unter den Spielern ein paar neue alte Bekannte und zahlreiche Nachwuchsspieler. So nimmt der Ex-Biber Markus Mock den weiten Weg von Landshut auf sich, um die schon traditionelle Vorherrschaft des Triumvirats aus Holger Namyslo, Rainer Birkenmaier und Alexander Polch zu durchbrechen. Außerdem setzte mit Dennis Kiefel einer der Jüngsten bereits ein Ausrufezeichen. Die zweite Runde des Turniers beginnt am Freitag, 24.10., um 19.00 Uhr im TG-Heim Restaurant in der Adenauerallee 11. Über die reine Teilnehmerzahl bei der diesjährigen Biberacher Stadtmeisterschaft ist die TG Biberach doch etwas enttäuscht. Nachdem das Turnier über die letzten Jahre hinweg immer knapp 30 Teilnehmer hatte, stellen die 22 Anmeldungen doch eine unerwartet deutliche Abweichung nach unten dar. Das Teilnehmerfeld selbst ist aber sehr illuster und qualitativ sehr gut. Neben den üblichen Verdächtigen, zu denen auch Holger Namyslo, Rainer Birkenmaier und Alexander Polch gehören, die in den Vorjahren stets das Podest unter sich ausgemacht haben, sind vier Jugendliche und Nachwuchsspieler sowie einige alte Bekannte am Start. Mit Dennis Kiefel und Belanna Haarmann sind die jüngsten Teilnehmer (knapp) 11 und 12 Jahre alt. Zudem ist natürlich auch Erik Hobson, derzeit die größte Biberacher Nachwuchshoffnung, mit dabei. Nach vielen Jahren hat außerdem Luzia Sander wieder gemeldet. Die längste Anreise hat aber Markus Mock, der vor 30 Jahren für die TG in der Verbandsliga spielte. Nach einer beruflichen Reise um die halbe Welt ist er inzwischen in Landshut gelandet und hat mit dem SC Ergolding eine neue Schachheimat gefunden. Nun möchte er die Vorherrschaft der bisherigen Platzhirsche bei der Stadtmeisterschaft brechen. In der ersten Runde sind die großen Überraschungen ausgeblieben, allerdings mußten die Topfavoriten Namyslo und Birkenmaier lange kämpfen. Namyslo sah sich gefährlichen Angriffen von Frank König (Steinhausen) ausgesetzt und mußte sich umsichtig verteidigen, ehe er doch die Kontrolle übernehmen konnte. Birkenmaier fand sich gegen Jonathan Engert in einem sehr remisverdächtigen Endspiel wieder und mußte alle seine Endspieltricks bemühen, um doch noch den Punkt davonzutragen. Die Geheimfavoriten Polch und Mock gewannen ihre Auftaktpartien gegen Herbert Waltner (Steinhausen) und Walter Scherer hingegen deutlich. Youngster Hobson spielte unterdessen gegen den ehemaligen Amateurmeister Reinhard Schätzle (Steinhausen) stark auf und sicherte sich zunächst einen gesunden Mehrbauern. Als Hobson einen weiteren Bauern gewann, kamen Schätzles Figuren jedoch besser ins Spiel und trugen doch noch den Sieg davon. Besser erging es Kiefel in einer vorgezogenen Partie der zweiten Runde gegen Michael Gnandt (Steinhausen). Nach taktischen Verwicklungen konnte das "Turnierküken" entscheidenden Vorteil erlangen und brachte diesen sicher nach Hause. Wie im Vorjahr darf man sich also auf einen Vormarsch der Jugend gefaßt machen. In Runde 2 kommt es noch zu keinen direkten Duellen der Spitzenspieler oder Nachwuchskräfte. Die Partien Mock - Haarmann und Dollinger - König müssen nachgespielt werden. Die verbleibenden Begegnungen des Abends lauten daher: Namyslo - Rybka, Dietrich - Birkenmaier, Polch - Schätzle, Sander - Körner, Ege - Scherer, Engert - Pfeifer, Hobson - Waltner und Jäger - Wohlgemuth.



Zeitungsbericht 3. Runde

Bei der Biberacher Stadtmeisterschaft sind große Überraschungen bislang ausgeblieben. Runde 3 bringt nun aber gleich zwei Spitzenspiele mit Duellen der "Großen Vier" mit sich. Danach dürfte sich das Feld sortieren. Die Runde startet am Freitag, 15.11., um 19.00 Uhr im TG-Heim Restaurant in der Adenauerallee 11. In Runde 2 der Biberacher Stadtmeisterschaft feierten mit Holger Namyslo, Alexander Polch und Markus Mock (Ergolding) drei Mitglieder der "Großen Vier" überlegene Erfolge gegen ihre Gegner. Vizemeister Rainer Birkenmaier als Vierter im Bunde sah sich gegen Seniorenmeister Hans-Peter Dietrich (Odenheim/Laupheim) hingegen lange einer ausgeglichenen Partie gegenüber, ehe er ein Springeropfer anbringen konnte. Am Ende der Abwicklung hatte Birkenmaier einen soliden Mehrbauern und gewann damit ebenfalls sicher. Bislang können Luzia Sander, nach einem Sieg in einer turbulenten Angriffspartie gegen Herbert Körner, und Jürgen Dollinger, der mit feinem Angriff gegen Frank König (Steinhausen) gewann, noch verlustpunktfrei Anschluß halten. Youngster Erik Hobson hatte unterdessen einen schweren Stand gegen Herbert Waltner (Steinhausen), verpaßte ein Opfer, das ihm vermutlich ein Remis beschert hätte, und vergab damit die Chance, im Ratingpreis Anschluß zu halten. Einen bemerkenswerten Sportsgeist bewies derweil Andreas Ege, der von einem entfesselt aufspielenden Walter Scherer zu völliger Passivität verdammt worden war. Als Scherer sich mit einem kapitalen Aussetzer um den verdienten Lohn seiner Arbeit brachte, bot Ege trotz seines nun entstandenen entscheidenden Vorteils Remis und bestand auf eine Punkteteilung. An der Tabellenspitze tummeln sich mit Birkenmaier, Polch, Namyslo, Sander, Mock und Dollinger sechs Spieler mit zwei von zwei Punkten. Dahinter führt Ege (1,5/2) das weitere Feld an. Beim Ratingpreis hat sich Dennis Kiefel (1/2) mit seinem Überraschungssieg gegen Michael Gnandt (Steinhausen) einen Punkt Vorsprung vor den anderen Anwärtern Belanna Haarmann, Wolfgang Wohlgemuth und Hobson erspielt. In der dritten Runde muß sich in den Duellen zwischen Polch und Namyslo sowie Birkenmaier und Mock zeigen, wer vorerst aus dem Titelrennen ausscheidet. In beiden Partien ist es schwierig, das Ergebnis vorherzusagen. Im Vorjahr hatte Polch den späteren Stadtmeister Namyslo bereits vor große Probleme gestellt gehabt, und der Ausgang dürfte auch dieses Jahr offen sein. Sander wird unterdessen versuchen, ihre weiße Weste gegen Ege zu verteidigen, während Dollinger sich nach einer harten Schlacht in einer vorgezogenen Partie doch friedlich von Dieter Rybka (Steinhausen) trennte. Im Nachwuchsduell zwischen Haarmann und Hobson hoffen beide Youngster im Ratingpreis aufschließen zu können. In weiteren vorgezogenen Partien dominierte unterdessen Scherer deutlich gegen Kiefel und Wohlgemuth schlug Benedikt Pfeifer. Da Birkenmaier gegen Mock und Waltner gegen Dietrich nachspielen werden, lauten die verbleibenden sechs Begegnungen des Abends im Einzelnen: Polch - Namyslo, Ege - Sander, Schätzle - Engert, Körner - Jäger, König - Gnandt und Haarmann - Hobson.



Zeitungsbericht 4. Runde

Im Spitzenspiel der Runde 3 setzte sich Titelverteidiger Holger Namyslo gegen Alexander Polch durch, während Rainer Birkenmaier und Markus Mock im zweiten Spitzenspiel friedlich die Punkte teilten. Die vierte Runde am 13.12.2019 bringt gleich die nächsten direkten Duelle der Turnierfavoriten mit sich. Im Windschatten der Spitzenspieler liefert sich die Jugend derweil einen harten Kampf um den Ratingpreis. Runde 4 wird heute um 19.00 Uhr im TG-Heim Restaurant in der Adenauerallee 11 freigegeben. Der Profiteur der dritten Runde ist eindeutig der amtierende Stadtmeister Holger Namyslo, der in einer spannenden und lange ausgeglichenen Partie bis ins Endspiel warten mußte, um gegen Mitfavorit Alexander Polch doch die Oberhand zu behalten. Unterdessen gaben nämlich alle Verfolger ein Remis ab. Sowohl Rainer Birkenmaier und Markus Mock (Ergolding), das zweite Pärchen der "Großen Vier", als auch Jürgen Dollinger und Dieter Rybka (Steinhausen) trennten sich in eher ruhigen Partien friedlich. Bei Andreas Ege und Luzia Sander brannte hingegen das Brett. Nachdem der Pulverdampf verzogen war, endete dieses Verfolgerduell allerdings gleichfalls mit einer Punkteteilung. Seniorenmeister Hans-Peter Dietrich (Odenheim/Laupheim) gewann dafür eine wechselvolle Partie gegen Herbert Waltner (Steinhausen) und bleibt Sander in der Seniorenwertung auf den Fersen. Beim Ratingpreis kämpften der neue Jugendstadtmeister Erik Hobson und Belanna Haarmann darum, wer zu Dennis Kiefel aufschließen kann. Hobson konnte dabei zwar einen Bauern gewinnen, Haarmann hielt die Partie mit guter Verteidigung jedoch bis zum Ende im Gleichgewicht und sicherte sich ein Remis. An der Tabellenspitze führt nun Namyslo als einziger verlustpunktfrei mit drei Punkten vor Birkenmaier, Mock und Sander (je 2,5/3). Dahinter lauern Polch, Ege und Dietrich (2/3). Beim Seniorenpreis liegt nach einem Drittel des Turnier damit auch Sander vor Dietrich. Die Amateurmeisterschaft ist noch völlig unübersichtlich. In dieser Sonderwertung für die untere Hälfte der Setzliste liegen momentan Herbert Körner, Norbert Jäger und Jonathan Engert (je 1,5/3) gleichauf. Beim Ratingpreis behielt Dennis Kiefel (1/3) unterdessen trotz seiner Niederlage gegen Walter Scherer seine Führung. Die vierte Runde bringt heute weitere vorentscheidende Duelle mit sich. In einer vorgezogenen Partie trennten sich die Dauerrivalen Namyslo und Birkenmaier unentschieden. Der Titelverteidiger hatte gutes Spiel, verpaßte aber eine vorteilhafte Entwicklung, während sich Birkenmaier kreativ verteidigte und am Ende gar leichte Vorteile verbuchen konnte. Das gerechte Remis kann nun entweder Mock oder Polch nutzen, um wieder direkten Anschluß an Namyslo zu finden -- das hängt aber davon ab, wer sich im zweiten Duell der Viererbande durchsetzen kann. Der Sieger aus dem Match zwischen Sander und Dollinger könnte gleichfalls an die Tabellenspitze springen. Im Windschatten der Spitzenspiele werden die beiden Youngster Hobson (gegen Benedikt Pfeifer) und Haarmann (gegen Michael Gnandt) versuchen, Kiefel beim Ratingpreis abzulösen. Der mit 11 Jahren jüngste Turnierteilnehmer hat nämlich in einer weiteren vorgezogenen Partie gegen Waltner deutlich den Kürzeren gezogen. Vorgespielt haben zudem Körner und Scherer, die sich friedlich getrennt haben, sowie Rybka, der mit viel Druck in einem Marathonmatch gegen Engert gewonnen hat. Die verbleibenden Partien des Abends lauten im Einzelnen: Sander - Dollinger, Mock - Polch, Dietrich - Ege, Jäger - Schätzle, Wohlgemuth - König, Gnandt - Haarmann und Hobson - Pfeifer.



Zeitungsbericht 5. Runde

Bei der Biberacher Stadtmeisterschaft muß sich nach vier Runden Titelverteidiger Holger Namyslo die Führung überraschend mit Luzia Sander teilen. Die weiteren Favoriten folgen erst dahinter. Zum Auftakt der zweiten Turnierhälfte fällt im direkten Duell nun die Entscheidung, wer das Feld weiter anführen wird. Dahinter fallen Vorentscheidungen für den Ratingpreis und die Amateurmeisterschaft. Die fünfte Runde beginnt am Freitag, 17.01., um 19.00 Uhr wie üblich im TG-Vereinsheim Restaurant in der Adenauerallee 11.in Biberach. Das Remis zwischen Holger Namyslo und Rainer Birkenmaier in einer vorgezogenen Begegnung konnte keiner der weiteren Turnierfavoriten für sich nutzen, da sich Markus Mock (Ergolding) und Alexander Polch gegenseitig neutralisierten und folgerichtig mit Remis trennten. Luzia Sander setzt derweil ihren Lauf fort, hat gegen Jürgen Dollinger elegant eine Figur und damit die Partie gewonnen und so zum Führenden Namyslo aufgeschlossen. Unterdessen waren Hans-Peter Dietrich (Odenheim/Laupheim) und Andreas Ege bzw. Herbert Körner und Walter Scherer sehr friedlich gestimmt und vertagten mit ihren Remis Vorentscheidungen in der Seniorenwertung. Einzig Dieter Rybka (Steinhausen) wollte es wissen und setzte Jonathan Engert mit seinen aktiven Figuren in einer langen Partie so lange zu, bis Rybka den Sieg davon trug und in der Seniorenwertung einen Sprung machte. Für Engert bedeutet die Niederlage hingegen ein Rückschlag im Kampf um die Amateurwertung. Norbert Jäger hat im Duell mit Reinhard Schätzle (Steinhausen) nämlich per Abzugsschach die Dame gewonnen und einen sichern Sieg gefeiert. In der Gesamtwertung führen Namyslo und Sander mit 3,5 von 4 Punkten gleichauf, gefolgt von Birkenmaier und Mock (je 3/4). Dahinter führt Rybka (2,5/4) eine sechsköpfige Verfolgergruppe an. In der Amateurmeisterschaft, d.h. der Wertung für den besten Spieler der unteren Hälfte der Setzliste, führt jetzt Jäger (2,5/4) alleine vor Körner und Herbert Waltner (Steinhausen) mit je 2 Punkten. In der Seniorenwertung konnte Rybka zu Dietrich (je 2,5/4) aufschließen. Verfolgt werden sie von Körner, Scherer und Waltner (je 2/4). Beim Ratingpreis führt weiterhin der Jüngste, Dennis Kiefel. Belanna Haarmann hat die Führung verpaßt, obwohl sie sich gegen Michael Gnandt (Steinhausen) bereits klare Vorteile erspielt gehabt hatte. Sie konnte ihre Mehrfigur aber nicht verwerten und verlor trotz lange starker Leistung am Ende gar. Sollte Kiefel in Runde 5 gegen Frank König (Steinhausen) jedoch nicht punkten, wird der neue Führende vermutlich im direkten Duell zwischen Wolfgang Wohlgemuth und der zweiten Nachwuchshoffnung Erik Hobson ermittelt. Mit Haarmann hat außerdem die dritte Jugendliche im Turnier erneut die Chance auf den Spitzenplatz, auch wenn sie gegen Benedikt Pfeifer nicht unbedingt Favoritin ist. Das Spitzenspiel der Runde wird das Duell zwischen Sander und Namyslo. Derweil muß sich Birkenmaier dem aufstrebenden Jäger erwehren. Letzterer kann mit einem (Teil-) Erfolg einen wichtigen Schritt in der Amateurwertung machen. Rybka könnte sich mit einem Erfolg gegen Ege in der Seniorenwertung absetzen, da Dietrich parallel auf Mitfavorit Polch trifft, der wieder Anschluß an die Turnierspitze herstellen möchte. Engert steht ähnlich unter Druck, wenn er im Rennen um die Amateurwertung bleiben möchte, hat mit Scherer allerdings eine schwierige Aufgabe gestellt bekommen. Die Partien des Abends lauten im Einzelnen: Sander - Namyslo, Birkenmaier - Jäger, Dollinger - Mock, Polch - Dietrich, Rybka - Ege, Waltner - Körner, Scherer - Engert, Schätzle - Gnandt, König - Kiefel und Pfeifer - Haarmann. Die Partie Wohlgemuth - Hobson wird nachgespielt.



Zeitungsbericht 6. Runde

Bei der Biberacher Stadtmeisterschaft setzten sich nach fünf Runden die beiden üblichen Verdächtigen ab. Dahinter ist ein harter Kampf um den letzten Podestplatz und alle Sonderwertungen entbrannt. Die heutige sechste Runde bringt für Titelverteidiger und Spitzenreiter Holger Namyslo das letzte Spitzenspiel der Ratingfavoriten mit sich. Sollte ihn Markus Mock nicht stolpern lassen, dürfte Namyslo die Titelverteidigung kaum mehr zu nehmen sein. Spielbeginn ist wie üblich um 19.00 Uhr im TG Heim Restaurant in der Adenauerallee 11 in Biberach. In Runde 5 wollte Luzia Sander auch im Spitzenspiel gegen Holger Namyslo ihren Überraschungslauf fortsetzen, opferte früh einen Bauern und spielte ohne Angst mit offenem Visier. Namyslo mußte lange sehr genau agieren, setzte sich aber letztlich doch deutlich durch. Ähnlich erging es mit Rainer Birkenmaier dem zweiten Schwergewicht im Feld. Überraschungsmann Norbert Jäger überrumpelte ihn in der Eröffnung und hielt die Partie lange Zeit offen. Mit zunehmender Spieldauer setzte sich die Routine aber durch und brachte Birkenmaier einen klaren Vorteil und ganz sicheren Sieg ein. Markus Mock (Ergolding) mußte hingegen gegen Jürgen Dollinger mit einem doch glücklichen Remis zufrieden sein, nachdem ihm nach der Eröffnung schon alle Felle davonzuschwimmen drohten. Altmeister Hans-Peter Dietrich (Odenheim/Laupheim) spielte derweil stark gegen Alexander Polch, Nummer 4 der Setzliste, verpaßte aber eine vorteilhafte Fortsetzung und verlor nach einem Figurenverlust am Ende knapp. Beim Ratingpreis konnte weder Dennis Kiefel gegen Frank König (Steinhausen) noch Belanna Haarmann gegen Benedikt Pfeifer punkten. Trotz guter Leistungen verloren beide deutlich. Die Chance nutzte Wolfgang Wohlgemuth, der sich mit einem Remis gegen Youngster Erik Hobson an die Spitze setzen konnte. In der Gesamtwertung führt Namyslo nun mit 4,5 Punkten vor Birkenmaier (4/5). Dahinter folgt eine vierköpfige Verfolgergruppe mit Sander, Mock, Polch und Andreas Ege mit je 3,5 Punkten. In der Seniorenwertung hält Sander (3,5/5) einen soliden Vorsprung vor einer gleichfalls vierköpfigen Gruppe, angeführt von Dieter Rybka (Steinhausen), die bei jeweils 2,5 Punkten hält. Richtig eng geht es in der Amateurwertung zu. Hier teilen sich punkt- und buchholzgleich Jäger und Jonathan Engert die Führung, haben aber ebenso wie König, Herbert Körner und Herbert Waltner (Steinhausen) 2,5 Punkte. Beim Ratingpreis liegen nun Hobson und Kiefel (je 1/5) hinter Wohlgemuth (1,5/5). Da Hobson das vorgezogene Jugendduell der Runde 6 gegen Kiefel nach lange ausgeglichenem Verlauf im Endspiel gewonnen hat, ist er auf dem Weg, sein Vorjahresergebnis zu wiederholen. Wohlgemuth muß nun gegen Haarmann gewinnen, um weiter vorne zu bleiben. In Runde 6 kommt es für Namyslo zum letzten Duell mit einem Spieler der "Großen Vier" der Setzliste. Sollte ihn Mock nicht zum Stolpern bringen, dürfte nach zwei Dritteln des Turniers der Weg zur Titelverteidigung für Namyslo schon frei sein. Birkenmaier muß seinen zweiten Platz im immergrünen Duell gegen Sander verteidigen und Polch hofft auf Überraschungen an der Spitze, sodaß er weiter aufschließen kann. Allerdings trifft er mit Ege selbst auf einen spielstarken Gegner. In der Amateurwertung kommt es zwischen Jäger und König sowie Engert und Waltner zu zwei direkten Duellen in der Führungsgruppe. Unterdessen müssen Rybka und Dietrich im Seniorenduell ermitteln, wer Anschluß an Sander halten kann. Die Partie Namyslo - Mock wird nachgeholt. Damit lauten die verbleibenden Paarungen des Abends: Birkenmaier - Sander, Ege - Polch, Dollinger - Körner, Dietrich - Rybka, Jäger - König, Engert - Waltner, Pfeifer - Schätzle und Haarmann - Wohlgemuth. Michael Gnandt gewinnt kampflos.