Berichte 1. Mannschaft, Saison 2018/2019


02.12.2018

SC Böblingen I - TG Biberach I: Knappe Hängepartie gegen SC Böblingen

Am Sonntag ging es für die Oberligamannschaft der TG Biberach zum Zweitligaabsteiger SC Böblingen. Die Biber schlugen sich beim großen Favoriten tapfer, drohen bei einem 3:4 Zwischenstand letztendlich jedoch ohne Mannschaftspunkt dazustehen. Das Endergebnis steht noch nicht fest, weil die Partie von Spitzenspieler Bernhard Sinz auf das kommende Wochenende verlegt werden mußte. Sinz spielte parallel bei der Deutschen Blitzschachmeisterschaft und verpaßte den Sprung in die Top 12 nur knapp. Gegen die klar favorisierten Böblinger begannen die Schachbiber trotz des Fehlens einiger Stammspieler stark. Holger Namyslo fand sich zunächst in einer etwas schlechteren Stellungsstruktur am fünften Brett wieder. Er ließ sich jedoch nicht zweimal bitten, als er eine Figur gewinnen konnte, und sein geschockter Gegenüber gab postwendend auf. An Brett 2 lehnte der Gegner von Wolfgang Mack unterdessen ein Remisangebot ab und kam mit einer starken Kombination tatsächlich in Vorteil. Allerdings leistete er sich direkt im Anschluß eine Ungenauigkeit, die Mack mit gutem Auge zu einer noch viel stärkeren, mehrzügigen Mattkombination nutzte. Damit führte Biberach urplötzlich mit 2:0. Danach sollte das Pendel aber zurückschlagen. Zunächst mußte Thomas Oberst am dritten Brett erstmals in dieser Saison kapitulieren. Nachdem er sich in der Eröffnung vergriffen hatte, konnte er den Schaden im weiteren Verlauf nicht mehr reparieren. Schwer unter Druck stand zudem Vadim Reimche, dessen Gegner an Brett 8 eine Figur für chancenreichen Angriff geopfert hatte. Reimche bewies allerdings einmal mehr seine Nehmerqualitäten, rettete sich in ein Turmendspiel und hielt dieses Remis. Ähnliches erhofften sich die Biber bei Daniel Müller, der nach gefälligem Partieverlauf ein vermeintlich remisverdächtiges Endspiel am siebten Brett erreicht hatte. Faktisch war die Stellung aber höchstbedenklich und Müller mußte trotz großem Kampf am Ende aufgeben. Beim Stand von 2,5:2,5 stellte nun Rainer Birkenmaier sowohl seine Endspielfähigkeiten als auch seine Regelkunde unter Beweis. Zuvor hatte ihm sein Gegner an Brett 4 arg zugesetzt gehabt und der Biber konnte sich nur unter Preisgabe einiger Bauern ins Endspiel retten. Bei verschiedenfarbigen Läufern agierte Birkenmaier jedoch äußerst geschickt, blockierte jeden Vorstoß und reklamierte gar ein Remis aufgrund mehrfacher Stellungswiederholung. Das Biberacher Minimalziel von drei Punkten war somit erreicht. Dennoch versuchte Andreas Schulze eine weitere Ergebnisverbesserung. Da er bereits im Mittelspiel einen Bauern verloren hatte, war das aber kein leichtes Unterfangen. Nach langem Kampf im Turmendspiel mußte er so auch das sechste Brett verloren geben. Beim Stand von 3:4 haben die Schachbiber allerdings immer noch die Chance auf eine Punkteteilung, sofern Bernhard Sinz die Nachholpartie am Spitzenbrett gewinnt. Da dort allerdings der spielstarke Schweizer Internationale Meister Gabriel Gähwiler auf den Biber wartet, wird das kein leichtes Unterfangen.   {..ergebnisse..}  mobil


11.11.2018

TG Biberach I - SK Schmiden/Cannstatt I: Erste reitet mit knappem 4,5:3,5 weiter auf Erfolgswelle

Die Biberacher Oberligaduelle mit Ex-Zweitligist Schmiden/Cannstatt sind stets hart umkämpft und immer eine knappe Geschichte. Die neueste Auflage bildet dabei keine Ausnahme. Die Schlacht begann mit einer frühen Welle an Remisgeboten. Während sich Rainer Birkenmaier an Brett 6 und dann auch Spitzenspieler Bernhard Sinz mit ihren Gegnern friedlich einigten, wollte Wolfgang Mack auf Gewinn weiterspielen. Zur Zeitkontrolle nach knapp vier Stunden gab Mack Brett 4 allerdings doch Remis. Kurz darauf steuerte auch Oliver Weiß ein Remis am dritten Brett bei, nachdem er gegen den sehr passiven Aufbau seines Gegenübers den Hebel nicht gefunden hatte. Beim Stand von 2:2 plagten sich zwei der verbleibenden vier Biber jedoch mit großen Problemen. Nach umkämpftem Mittelspiel war Holger Namyslo an Brett 7 eine Ungenauigkeit unterlaufen, sein Gegner ließ allerdings den Siegeszug aus. Als sich Namyslo gerade wieder konsolidiert hatte, gab sein Gegenüber die Partie überraschend auf und verschaffte Biberach einen glücklichen Punkt. Trotz heftigster Gegenwehr mußte André Fischer hingegen das zweite Brett verloren geben. Mit dem 3:3 waren die Schachbiber aber plötzlich auf Kurs, spielten sie an den verbleibenden Brettern doch selbst auf Gewinn. Andreas Schulze fand dabei zwar nicht den Weg zum vollen Erfolg, holte aber ein sicheres Remis an Brett 8. Das sollte bereits ausreichen, weil Thomas Oberst in seiner dritten Saisonpartie den dritten Einzelsieg einfuhr. Er hatte in der Eröffnung ein Bauernopfer angenommen, dann alle gegnerischen Angriffe umsichtig abgeschlagen und am Ende seinen Materialvorteil am fünften Brett zum ganzen Punkt verwandelt. Insgesamt ergab das nach fünfeinhalb Stunden Spielzeit ein knappes und hochumkämpftes 4,5:3,5 für Biberach. Die TG I hat damit nun Anschluß an die Tabellenspitze der Dritten Liga und trifft Anfang Dezember auf Zweitligaabsteiger SC Böblingen.   {..ergebnisse..}  mobil


14.10.2018

SK Sontheim/Brenz I - TG Biberach I: Erste kann klaren 6:2 Sieg feiern

Nach der deutlichen Auftaktniederlage in Weiler im Allgäu mußte die TG Biberach I in einer sehr ausgeglichenen Dritten Liga in Runde 2 unbedingt punkten, um nicht früh in Bedrängnis zu geraten. Die Schachbiber durften dabei schon wieder auswärts ran und fuhren hochmotiviert zum Aufsteiger Sontheim an der Brenz. Nach ausgeglichener Anfangsphase einigten sich dort Wolfgang Mack und Rainer Birkenmaier an den Brettern 3 und 5 bereits nach einer Stunde mit ihren Gegnern auf Remis. Während der Gegenüber von Oliver Weiß am zweiten Brett ebenfalls konsequent die Stellung vereinfachte und es nach drei Stunden zum dritten Remis kam, tobten an den weiteren Brettern hochspannende Kämpfe. Stanislav Sokratov hatte seine Partie aber stets im Griff und brachte mit einem klaren Sieg an Brett 8 die Führung für Biberach. Spitzenspieler Bernhard Sinz hatte unterdessen seinen Gegner in zahlreiche taktische Manöver verwickelt. Als dieser dabei kurz die Übersicht verlor, wurde er von Sinz kurzerhand überspielt. Daraufhin einigte sich Holger Namyslo am sechsten Brett auf ein weiteres Remis, nachdem er nach einigen Ungenauigkeiten in der Eröffnung immer etwas unter Druck gestanden war. Beim Stand von 4:2 sorgte Andreas Schulze schließlich für die endgültige Entscheidung. Er hatte frühzeitig einen Bauern gewonnen, verwaltete seinen Vorteil bis ins Endspiel und gewann Brett 7 sicher. Den Schlußpunkt durfte mit seinem zweiten Einzelsieg in Folge am vierten Brett Thomas Oberst setzen. Er hatte auf der langen Diagonalen die gegnerische Königsstellung schwer unter Druck gesetzt und sich entscheidende Vorteile gesichert. Damit stand es am Ende 6:2 für die TG, die ohne Einzelniederlage geblieben war. Der Erfolg geht auch in dieser Höhe in Ordnung.   {..ergebnisse..}  mobil


23.09.2018

SC Weiler im Allgäu I - TG Biberach I: Erste startet mit Niederlage in Oberligasaison

Am Sonntag begann die neue Saison in der Oberliga und die TG Biberach mußte gleich zum Vorjahresdritten SC Weiler im Allgäu reisen. Mit zahlreichen Söldnern gespickt, gilt Weiler immer als Mitfavorit auf den Titel in der Dritten Liga und erwies sich als die erwartet schwere Aufgabe zum Auftakt. Die Biber verloren verdient, wenngleich etwas zu deutlich mit 2,5:5,5. In der Vorsaison hatte die TG Biberach im Saisonendspurt gegen einen quasi in Bestbesetzung angetretenen SC Weiler sicher gewonnen und sich damit den Klassenerhalt gesichert. Die Allgäuer hatten sich parallel ihrer letzten Aufstiegschance beraubt. Die Erwartung war daher, daß Weiler wieder in Bestbesetzung antreten wird, um Revanche zu nehmen. Zwar bot Weiler an den ersten vier Brettern tatsächlich vier ihrer bezahlten Legionäre und Titelträger auf, verzichtete aber überraschend auf die beiden Großmeister Vojtech Plat unf Robert Cvek. Dennoch wurde der Mannschaftskampf eine klare Angelegenheit für Weiler – insbesondere in der vorderen Hälfte, in der Biberach auf André Fischer an Brett 2 verzichten mußte. Zunächst verlor Andreas Schulze schnell Brett 7, nachdem er nicht in die Partie gekommen war. Anschließend holte sich Rainer Birkenmaier mit einem gewohnt sicheren und vorsichtigen Auftritt ein Remis am fünften Brett zum 0,5:1,5. Hingegen stand Biberach auch an den ersten drei Brettern stark unter Druck. Bernhard Sinz, Oliver Weiß und Wolfgang Mack stemmten sich mächtig gegen ihr Schicksal, suchten ihre Gegenchancen, hatten aber letztendlich gegen starke Gegner nicht das nötige Quentchen Glück. Somit gingen auch diese Bretter verloren. Für den Ehrenpunkt aus Sicht der Rißstädter sorgte Thomas Oberst. Gegen den Schweizer Fidemeister Benedict Hasenohr trumpfte er groß auf und gewann hochverdient an Brett 4. Da sich auch Vadim Reimche am achten Brett ein Remis erspielt hatte, stand es vor dem Ende der letzten Partie bereits 2:5. Hier hatte sich Holger Namyslo eine kleine Qualität (d.h. zwei Leichtfiguren gegen Turm) erarbeitet gehabt, mußte jedoch nach fünf Stunden in eine finale Zeitnotschlacht, bei der jeder Spieler nur noch eine Minute auf der Uhr hatte. In einer turbulenten Schlußphase ließ der Biber nach einem gegnerischen Aussetzer erst den einfachen Gewinn aus, hatte sich aber einen klaren langfristigen Gewinnplan zurechtgelegt. In deutlicher Gewinnstellung führte ein eigener Fehlgriff aber doch noch zum Remis am sechsten Brett und besiegelte mit 2,5:5,5 eine deutliche Auftaktniederlage. Die Niederlage ist verdient, aber fiel doch etwas zu hoch aus.   {..ergebnisse..}  mobil


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